#32c3 – best of chaos communication congress (part 7)

A New Kid on the Block
Conditions for a Successful Market Entry of Decentralized Social Networks

Talk by Katharina Nocun

Extract from the program:

The leading social networks are the powerful new gatekeepers of the digital age. Proprietary de facto standards of the dominant companies have lead to the emergence of virtual “information silos” that can barely communicate with one another. Has Diaspora really lost the war? Or is there still a chance to succeed?

Full video stream:

#32c3 – best of chaos communication congress (part 5)

Media Coverage and the Public in the Surveillance Society:

Talk by Arne Hintz and Lina Dencik (University of Cardiff, Wales, GB)

Extracted from the program:

How have the media reported the Snowden revelations? Does the public care about surveillance, and how do people react? Do we need a ‚data justice‘ movement?

Full video stream:

#32c3 – best of chaos communication congress (part 4)

The possibility of an army

Talkperformance by Constantin Dullaart

Extracted from the program:

Using follower bombing as art performances, the artist Constant Dullaart continues the research into attention and identity as a commodity on social networks, and has recently created a large sum of custom created artificial Facebook identities.
Many websites offer an option to login in with Facebook credentials due to the strict controle of the service on the reliability and verification of the social medium. In a time where the open borders in Europe are under pressure, and Syrian identities are sold to people that long for a better future, virtual identity systems, and their reliability become a topical analogy.

Full video stream:

#32c3 – best of chaos communication congress (part 3)

Trust us and our business will expand!

Talkperformance by Andreas Zingerle, Linda Kronman

Extracted from the 32C3 halfnarp

The lecture outlines strategies by the „Artist against 419“ online community that uses open source intelligence to gather data and file reports about fraudulent websites. The lecture presents the artistic installation „Megacorp.“ (created by KairUs) that tries to visualize the global phenomenon of fake business websites.

Full video stream:

Nützliche Links zur Flüchtlingshilfe in Hamburg – #HHhilft

Umfassende Sammlung verschiedener Betreuungs- und Beratungs-Angebote auf hamburg.de

http://www.hamburg.de/fluechtlinge/4334084/betreuung-und-beratung/

Kirchliche Beratungsstelle Fluchtpunkt

http://www.fluchtpunkt-hh.de/scroll/aktuelles_beratung01.html

Ärztliche Versorgung von Flüchtlingen (aus ärztlicher Sicht inkl. Abrechnung)

http://www.kvhh.net/media/public/db/media/1/2009/10/72/telegramm_31_2015_sondertelegramm.pdf

In diesem KVH-Telegramm finden sich auf Seite 2 Hinweise für die Behandlung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und die Inanspruchnahme von Psychotherapie

http://www.kvhh.net/media/public/db/media/1/2009/10/72/telegramm_32_2015.pdf

Ärztekammer Flyer Menschen in Not helfen

http://www.aerztekammer-hamburg.org/files/aerztekammer_hamburg/wissenswertes/migranten/Flyer_menschen_in_not_helfen_2015.pdf

Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge ohne Papiere

http://www.medibuero-hamburg.org/deutsch
http://www.diakonie-hamburg.de/web/spenden/AnDOCken-Aerztliche-und-Soziale-Praxis-fuer-Menschen-ohne-Papiere

Hilfe für besonders schutzwürdige Flüchtlinge (minderjährig, krank, alt, schwanger etc.)

http://www.fz-hh.de/de/projekte/clearingstelle.php
http://www.fz-hh.de/download/flyer-clearingstelle.pdf

Flüchtlingszentrum Flyer mit Programmüberblick (getragen von AWO, Caritas, Rotes Kreuz)

Startseite Flüchtlingszentrum
http://www.fz-hh.de/download/Flyer_Fluchtlingszentrum-Hamburg_2015_DEEN.pdf

Work and Integration for Refugees (W.I.R.)

http://www.fz-hh.de/download/W.I.R/WIR-Infoblatt-MultiplikatorInnen-DEUTSCH.pdf (deutsch)
http://www.fz-hh.de/download/W.I.R/WIR-Infoblatt-MultiplikatorInnen-ARABISCH.pdf (arabisch)

Sozialpädagogische Familienhilfe (gerade für jene, die bereits aus den Unterkünften raus sind und eine Wohnung haben)

http://www.hamburg.de/basfi/start-spfh/

Privater Wohnraum für Flüchtlinge

http://www.hamburg.de/fluechtlinge-unterbringung/4506850/privater-wohnraum-aktuell/

Spenden für Flüchtlinge

http://www.hamburg.de/hh-hilft/4450014/spenden-fuer-fluechtlinge/
https://www.betterplace.org/de/projects/33167

Beantragung von Fördergeldern „Flüchtlinge & Ehrenamt“

http://www.buergerstiftung-hamburg.de/fonds_fluechtlinge_ehrenamt/

Arbeitsgemeinschaft Kirchliche Flüchtlingsarbeit Hamburg

http://www.hamburgasyl.de/helfen-spenden-ehrenamt-freiwillig-engagieren-fuer-fluechtlinge-hamburg.html

Fördern und Wohnen – Kontaktliste Erstaufnahmen

http://www.foerdernundwohnen.de/wohnen/einrichtungen-fuer-wohnungslose-menschen-und-zuwanderer/wohnunterkuenfte/zentrale-erstaufnahmeeinrichtung-fuer-asylbewerber.html

Inszenierte Wissenschaft – Das Schokolade-macht-schlank-Experiment

Eine Arte-Dokumentation legt offen, wie einfach (ok, sechs Monate sehr intensive Arbeit als Vorbereitung) es dieser Tage zu sein scheint, mit einer inszenierten wissenschaftlichen Studie rund um den Globus Schlagzeilen zu machen.

Die „Studie“ dokumentiert wie der wissenschaftlich-mediale Komplex funktioniert. Die beiden Filmemacher Diana Löbl und Peter Onneken haben das Setup erfunden und sich Experten als Berater dazu geholt, die das „Studiendesign“ entwickelten und die Daten auswerteten. Das Ergebnis der „Studie“ war vorab festgelegt: Schokolade macht schlank – eine Überschrift, die immer mal wieder durch die Druckerpressen und Startseiten der Netznachrichten rotiert (Spiegel Online 2012 und scinexx.de 2013).

Schließlich holten Löbl und Onneken für die Vermarktung den Wissenschaftsjournalisten John Bohannon ins Boot. Für das Science-Magazin inszenierte er 2013 eine andere verdeckte Operation, in dem er einen computer-generierten Nonsens-Aufsatz bei 304 Open Access-Zeitschriften einreichte und unglaubliche 157 Veröffentlichungszusagen erhielt. 

Interessanterweise behauptet nun der Publisher (fürs geübte Auge bspw. von Bohannon als einer jener predatory open access publisher zu erkennen, die alles drucken, was ihnen eingereicht wird), der Aufsatz sei sowieso niemals akzeptiert gewesen. Dennoch veröffentlichte der Verlag nun eine ordentliche „retraction notice“ unter der gleichen URL – http://imed.pub/ojs/index.php/iam/article/view/1087/728 – ein Verfahren dafür erfunden, einen bereits veröffentlichten Beitrag zurückzuziehen.

Bohannons Blogeintrag, um den Schwindel offen zu legen, ist ein bisschen zu selbstverliebt wie ich finde: „I fooled millions…“ – Seine Rolle in dem Spiel akzentuiert er schon sehr zu seinen Gunsten.

Der Film beleuchtet eindrucksvoll zwei gravierende Probleme:

Wie ist es möglich, angesichts der Flut biomedizinischer Fachaufsätze zu allen möglichen Fragen von Leben oder Tod die wissenschaftliche Qualität zu sichern?

Welche Auswirkungen hat ein völlig kritikloser Umgang mit vermeintlich wissenschaftlicher Forschung, wenn es Medien nur darum geht, ihren Konsumenten irgendetwas zu erzählen, das denen gefallen könnte?

Bei retractionwatch wird allerdings auch diskutiert, ob diese Fake-Studie überhaupt zurückgezogen werden durfte, wenn sie doch alle Kriterien erfüllt hat, die der Publisher eingefordert hat – und sich sonst auch kaum von vielem Schund unterscheidet, der gerade im ernährungswissenschaftlichen Bereich als „Studie“ durchgeht. Diesen Hintergrund haben Löbl und Onneker in ihrer Dokumentation ebenfalls gut ausgeleuchtet. Der Allgemeinarzt Gunter Frank (bekannt aus Buch, Funk, Fernsehen) hilft ihnen dabei, die Studienrezepte zu verstehen und die eigene Studie zu inszenieren.

Wer mehr wissen will: Die Qualität von Journalismus aus dem Gesundheits- und Ernährungsbereich wird in diesem Buch „Qualität im Gesundheitsjournalismus“, erschienen im SpringerVS-Verlag, diskutiert.

Zwischen Vereinbarkeitslüge und verlogenener Betroffenheit

Die beiden ZEIT-Redakteure Marc Brost und Heinrich Wefing haben Anfang 2014 im eigenen Haus ein Befindlichkeits-Essay veröffentlichen dürfen, das Mitleid erweckt – wegen der Rührseligkeit der Autoren und der Zwangsherrschaft, die ZEIT-Chefs über ihre Mitarbeiter ausüben müssen, wenn man den Berichten der beiden glauben mag. Von der Hölle (zwischen Kindern, Familie und Job) ist in dem Essay die Rede – und von der Vereinbarkeitslüge.

Immerhin erlauben es die bösen ZEIT-Chefs den durch sie geschundenen Männern, sich auf der eigenen Firmenseite über dieses Chefs-Zwangssystem zu beklagen. Beeindruckend. Das würde mir das UKE sicherlich nicht gönnen.

Jetzt befeuern Brost und Wefing die Vereinbarkeitsdebatte mit einem Buch, das mit dem Essay von vor einem Jahr eröffnet wird und genauso betitelt ist: „Geht alles gar nicht“. Die Autoren setzen den Diskurs fort („Jetzt reden die Väter“), den die Journalistinnen Susanne Garsoffky und Britta Sembach im letzten Herbst aus weiblicher Sicht vorangebracht hatten: „Die Alles-ist-möglich-Lüge“.

Leider haben die Brost und Wefing ihren Essay nicht wirklich ausgebaut, sondern nur ein bisschen aufgeblasen. Zum Buch hochgejazzt wird die Klageschrift mit Interviews, die zum Ziel haben, die These der Autoren zu stützen. Es wird gar nicht erst der Versuch unternommen, jemanden zu finden, der die These widerlegt.

Mich erstaunt, wie trotzig erwachsene Männer darauf beharren können, nichts ändern zu wollen – an den eigenen Ansprüchen und Erwartungen, an der Arbeitslast, an der Unvereinbarkeit im Allgemeinen und im Besonderen, nichts. Konsequenterweise sind diese Männer auch felsenfest überzeugt, gar nichts ändern zu können. Dafür sollen die anderen sorgen. Es braucht „gesellschaftliche Veränderungen, politische Reformen, ein Umdenken in den Unternehmen“.

Halt. Stopp. Wie war das mit dem Unternehmen, für das die beiden arbeiten? Spätestens hier offenbart sich die Pose der Autoren, die einer ehrlichen Haltung im Weg steht: Waren sie zunächst betroffen, sind sie spätestens bei ihrem Forderungskatalog verlogen. Brost und Wefing sind eben nicht bereit, selber einen ersten Schritt zu gehen. Job Sharing, Teilzeit, Verzicht hier oder da, um etwas anderes zu gewinnen? Verzicht auf ein Smartphone auf dem Spielplatz? Geht alles gar nicht.

Der Arbeitgeber ist offensichtlich eher stolz und veröffentlicht nun auch einen Auszug aus dem Buch. In den Chefetagen des Verlags scheint sich niemand wirklich angesprochen zu fühlen, wenn es im Buch um „die Chefs“ und die „Unternehmen“ geht, die dafür sorgen, dass das Leben der Väter zur Qual wird. Und die gequälten Väter? – Haben sich ihren Text in den vergangenen 12 Monaten (nebenberuflich) abgerungen – natürlich wieder zu Lasten der Familie, wie der Danksagung am Ende des Buches zu entnehmen ist, nicht etwa zu Lasten ihres Engagements bei DIE ZEIT.

PS.: Lange bevor beide Bücher erschienen sind, empfahl die Bloggerin und Unternehmerin Nicola Wessinghage sich vom Alles-ist-möglich-Mythos zu verabschieden. Folgerichtig setzt sich Wessinghage in ihrem Blog mit beiden Büchern auseinander: Mit den Männern und mit den Frauen.

Qualität im Gesundheitsjournalismus – das Buch

Bei SpringerVS erscheint dieser Tage ein Buch, das sich der Berichterstattung über Gesundheit und Krankheit in den Medien (Print, TV, Radio, soziale Netzwerke) widmet. Zusammengestellt hat das Werk eine Arbeitsgruppe rund um Volker Lilienthal, den Inhaber der Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur für die Praxis des Qualitätsjournalismus am Hamburger Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft.

Titel-Qualitaet-GesundheitsjournalismusIm einleitenden Kapitel benennen und erläutern die Herausgeber die verschiedenen Rollen, die der Gesundheitsjournalismus in den Medien zu erfüllen hat: Das Genre dient als Ratgeber und erfüllt die Funktion der Krisenberichterstattung (EHEC, Vogelgrippe). Gleichzeitig sind Gesundheitsthemen Teil des politischen Journalismus, wenn über politische Entscheidungen, Gesetzgebungsprozesse und den medizinisch-industriellen Komplex (Pharmaindustrie, Krankenhäuser, Ärzteschaft) berichtet wird. Natürlicherweise ist der Gesundheitsjournalismus  auch in den WIrtschaftsressorts verankert, denn für Gesundheitsleistungen werden in Deutschland jährlich ca. 300 Milliarden Euro umgesetzt. Schließlich sind es ethische Fragen, die der Gesundheitsjournalismus zu bearbeiten hat –  von der aktiven Sterbehilfe über das Embryonenschutzgesetz bis zur Präimplantationsdiagnostik.

Der Sammelband vereint Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft (u.a. Volker Lilienthal, Holger Wormer, Marcus Anhäuser, Joachim Trebbe) und Praxis (u.a. Martina Keller, Werner Bartens, Volker Stollorz) – entsprechend der Gliederung in die beiden großen Themenkomplexe: Gesundheitsjournalismus und Wissenschaft sowie Gesundheitsjournalismus und Praxis.

Auch ich bekam die Gelegenheit, einen Beitrag zu leisten: „Garbage in – garbage out“ – wenn die journalistischen Quellen vergiftet sind“. Darin zeige ich die Schwierigkeiten auf, denen Journalistinnen und Journalisten begegnen, wenn ihnen gezielt und absichtsvoll vergiftete Quellen zur medialen Verwertung angeboten werden. Dazu gehören bspw. Fachaufsätze in renommierten Zeitschriften, in denen die Industrie ihre Rolle als Auftraggeber verschleiert. Zu diesem Panoptikum zählen Medikamenten-Hersteller, die durch planvolles Verschweigen verhindern, dass bspw. der gesamte Umfang eines Medikamenten-Nebenwirkungsprofils bekannt wird. In dieser Reihe stehen aber auch Forscherinnen und Forscher, die Daten erfinden oder unangemessene Auswertungsstrategien verwenden, um ihre Ergebnisse in besserem Licht erscheinen zu lassen.

Ich habe ein paar ältere Blogbeiträge verlinkt, die thematisch mit dem Buch-Beitrag verbunden sind:

http://blog.zettmann.de/2007/02/08/anti-dementiva-was-haben-wir-gelernt/

http://blog.zettmann.de/2007/02/11/gelber-curry-und-das-gedachtnis/

http://blog.zettmann.de/2008/02/08/pseudoscience/

http://blog.zettmann.de/2008/03/24/was-kostet-es-medikamente-zu-vermarkten/

http://blog.zettmann.de/2008/04/24/alzheimer-drugs-the-evidence-is-still-not-convincing/

http://blog.zettmann.de/2008/04/25/studien-zu-alzheimer-medikamenten-und-die-studien-autoren/

http://blog.zettmann.de/2012/04/13/nochmal-vergiss-alzheimer/

http://blog.zettmann.de/2013/04/01/novartis-verliert-patentschutzstreit-in-indien/

Geschlechterneid im 21. Jahrhundert

Teil 1: Neid und Konkurrenz bei Paaren

Teil 28: Neid zwischen den Geschlechtern
Teil 29: Wie umgehen mit den neuen Lebenswirklichkeiten in Partnerschaften?
Teil 30: Männlicher Neid auf Frauen
Teil 31: Gebärneid – Frauen können Leben geben
Teil 32: Sexuelle Macht und sexuelle Potenz
Teil 33: Weibliche Kommunikationskultur, Sozialkompetenz, Bindungsfähigkeit
Teil 34: Weiblicher Neid auf Männer
Teil 35: Neidisch auf die gesellschaftliche Macht der Männer?
Teil 36: Netzwerke und Seilschaften der Männer
Teil 37: Körperliche Kraft und Selbstsicherheit der Männer

Insgesamt scheinen die Frauen besser mit dem gesellschaftlichen Wandel umzugehen als die Männer. Das ist nicht verwunderlich, denn viele dieser Veränderungen gehen auf weibliche Initiative zurück. Manche Männer sehen eher die Nachteile, die sich für sie aus dem Abbau ihrer Privilegien ergeben. Während Frauen ihren Neid auf die Männer bis auf wenige Ausnahmen verringern können, wächst der (Abstands-)Neid der Männer auf die Frauen – zumindest bei jenen Männern, denen es schwer fällt, die Gleichberechtigung der Geschlechter anzuerkennen.

Mancher Mann sehnt sich zurück nach den einfachen Zuschreibungen der Vergangenheit („Du hier im Haus, ich dort weit draußen“). Parallel dazu ergreifen Frauen ihre Chancen, nutzen die neuen Gelegenheiten, die sich ihnen bieten, die eigenen Talente zu entfalten. Männer beklagen noch zu häufig, das ihnen abhanden gekommene, „geordnete“ Gestern. Frauen begrüßen die ungleich größeren Chancen der Gegenwart und wünschen sich doch sehr, auch die Männer kämen mit auf die Reise – ohne den Ballast beengender Rollenhierarchien und biologisch verankerter Begrenzungen. Viele Männer können noch nicht erkennen, welcher Vorteil sich daraus für sie ergibt, ihr altes Rollengewand abzustreifen und zu einer neuen männlichen Identität zu finden. Infolgedessen verläuft der Umbruch zwischen den Geschlechtern gegenwärtig in verschiedenen Geschwindigkeiten. Mit entsprechenden Folgen für die Liebe und unsere Partnerschaften.

Aufgrund biologischer und sozialer Unterschiede, aber auch aufgrund verschiedener Bedürfnisse und Interessen werden Männer und Frauen zukünftig zwar gleichberechtigt, aber deswegen keinesfalls gleich sein. Deswegen wird das Verhältnis der Geschlechter ein steter Quell von Spannungen bleiben. Konflikte, Krisen und Konfrontationen, die sich insbesondere rund um Kinder, Küche und Karriere entfalten, liegen nahe. Geschlechterkonkurrenz und Geschlechterneid stellen also auch übermorgen noch einen wichtigen sozialen Umstand dar. Die damit verbundene Herausforderung sollten wir annehmen, um sie konstruktiv und kreativ zu nutzen.

Neid in Partnerschaften: Literatur

Körperliche Kraft und Selbstsicherheit der Männer

Teil 1: Neid und Konkurrenz bei Paaren

Teil 28: Neid zwischen den Geschlechtern
Teil 29: Wie umgehen mit den neuen Lebenswirklichkeiten in Partnerschaften?
Teil 30: Männlicher Neid auf Frauen
Teil 31: Gebärneid – Frauen können Leben geben
Teil 32: Sexuelle Macht und sexuelle Potenz
Teil 33: Weibliche Kommunikationskultur, Sozialkompetenz, Bindungsfähigkeit
Teil 34: Weiblicher Neid auf Männer
Teil 35: Neidisch auf die gesellschaftliche Macht der Männer?
Teil 36: Netzwerke und Seilschaften der Männer

Schließlich gibt es bei manchen Frauen doch eine Form neidischen Erlebens, die auf biologische Unterschiede zurückzuführen ist: Neid auf die größere körperliche Kraft und die daraus resultierende größere Selbstsicherheit der Männer.

Bei der Überlegenheit der Männer, wie bei der größeren sexuellen Potenz der Frauen, handelt es sich allerdings um eine unabänderliche Tatsache, die sich auch durch Übung oder kreativen Umgang nicht wirklich aus der Welt schaffen lässt.

Allerdings wirken sich die Tatsachen sehr unterschiedlich aus: Der Mann fühlt sich allenfalls in seinem Selbstwertgefühl geschwächt, wenn er die Frau sexuell so potent erlebt. Für die Frau hingegen besteht Gefahr an Leib und Leben, wenn ein körperlich überlegener Angreifer ihr zu nahe tritt. Dieser weibliche Neid auf den Mann speist sich also auch aus der Sehnsucht, dem Mann mit adäquater Kraft die Stirn bieten zu können, wenn dieser die Frau angreift.

Umgekehrt heißt das: Verhielten sich Männer Frauen gegenüber anders, so bräuchten diese diesbezüglich nicht neidisch zu sein. Solange das nicht der Fall ist, helfen Selbstverteidigungskurse, um zumindest das subjektive Sicherheitsempfinden zu steigern. Der Neid selbst wird dadurch jedoch nicht verschwinden.

Teil 38: Geschlechterneid im 21. Jahrhundert

Neid in Partnerschaften: Literatur