Tofu-Rollen

Nach langer Zeit wieder einmal ein Rezept auf diesen Seiten. Diese (Frühlings)-Rollen variiere ich im Augenblick einmal in der Woche…

Für ca. 12 Rollen (je nach Füllmenge): 500 gr Paprikatofu (Alnatura), 6-8 Shitake-Pilze, 125 gr Sprossen (am besten pikante Radieschen-Sprossen), 4 Möhren, 3 Frühlingszwiebeln, 2 Knoblauchzehen, Rosinen, 1 TL Mild Curry Paste, Koriander (frisch), Sojasauce, Fischsauce, Salz, Pfeffer

Zunächst die Zwiebeln anbraten, dann nach und nach Möhren, Sprossen, Pilze dazu geben. Knoblauchzehen und Curry Paste darunter mischen. Köcheln lassen und die anderen Gewürze hinzufügen. Am Ende den Tofu vierteln und unterheben. Da der Sojaquark geschmacklich vorbereitet ist, kann er direkt zugemischt werden.

Dann die Außenhülle der Rollen: Ich nehme im Augenblick runde, dünne, getrocknete Reisblätter aus dem Asia-Laden. Die werden 30 Sekunden eingeweicht, saugen sich mit Wasser voll und können dann gerollt werden. Pro Rolle ca. 50 gr Füllung.

Ein guter Snack für zwischendurch – nur die Kinder rümpfen im Moment (noch) die Nase…
Guten Appetit.

(Frei nach “Kochen” DK-Verlag, ISBN 978-3-8310-0798-1)

Vätermonate ausweiten?

Familienministerin Kristina Schröder will die Ausweitung der Vätermonate – und die Kommentare überschlagen sich: Die Familienministerin wird gelobt für ihren mutigen Schritt, endlich den Erfolg des Elterngeldes zu nutzen, um weitere Maßnahmen umzusetzen. Die Väterfreunde unter den Bloggern und manche Zeitungsredaktion (bspw. die TAZ) sehen den richtigen Ansatz in der Ausweitung der Vätermonate.

Ich reibe mir irritiert die Augen. Wie? Vätermonate erweitern? Von zwei auf vier?

Das könnte jeder Vater doch heute schon, wenn er will – und wenn die Mutter des Kindes es “erlaubt”. Es steht ja in keinem Gesetz, dass die väterliche Elternzeit gegenwärtig auf zwei Monate zu beschränken sei. Vier, sechs, acht Monate – heute schon alles drin.

Mit welcher Selbstverständlichkeit gehen denn die Verhaltensmotivatoren im Ministerium und in den Redaktionen davon aus, dass die bisherige Regelung besagt: Das erste Jahr bleibt die Frau zuhause und dann hängt der Papa nochmal zwei Monate dran. Wer will hier die klassisches Rollenaufteilung zementieren? Und, schlimmer noch: Selbst wenn die Männer vielleicht statt zwei jetzt vier Monate daheim blieben, um das Kind zu (mit)zubetreuen – im familiären Alltag stellt sich die Verteilung der Pflichten und Aufgaben oft so dar: Beide sorgen für das Einkommen. Sie sorgt für den Haushalt. Er bringt den Müll runter.

Wenn also die Familienministerin die Steuerungswirkung des Elterngeldes verbessern will, braucht sie einfach nur ins Gesetz zu schreiben: Ab sofort gibt es nur Geld für die gesamte Elterngeldzeit, wenn ein Elternteil mindestens vier Monate Elternzeit nimmt und der andere den Rest. Danach wird die Zahl der Väter, die vier Monate Elternzeit nehmen, deutlich steigen. Die Maßnahme könnte dann als weiterer Erfolg gefeiert werden, die Väter in die Kinderbetreuung einzubinden.

Und Finanzminister Schäuble hätte nix dagegen…

Hepatitis B: Angstkampagne für mehr Umsatz

Auf dem Ärztetag in Mainz rufen die (Fach)-Ärzte vernehmlich entweder nach mehr Geld für sich oder nach einer Leistungseinschränkung für gesetzliche Versicherte. So weit so normal.

Ganz unnormal finde ich, was ich heute im U-Bahnhof Osterstraße großflächig plakatiert gesehen habe, aus Anlass des Welt-Hepatitis-Tages: Ein Paar, entkleidet und durchs Schlüsselloch fotografiert. Bildunterschrift: “Das Virus wartet, wo man es nicht erwartet. Hepatitis B? Am besten testen.”

Pharma-Kampagne
Angstkampagne Hepatitis B

Auf der einen Seite trommeln die Leistungsanbieter (Ärzte) für ihre Honorare und drohen ansonsten im Gegenzug mit schlechter Medizin, wenn ihren Forderungen nicht nachgekommen wird. Auf der anderen Seite zielen solche Kampagnen darauf, dem System neue Kunden zuzuführen. Die zahlen dann einen Test aus eigener Tasche, der ihnen die Angst nimmt, die erst durch die Anzeige erzeugt wurde.

Der Patient wird in die Zange genommen, verunsichert und soll dafür auch noch zusätzliches Geld ins System einspeisen. Wie fies und gemein ist das denn? Und wer legt diesen Leuten demnächst mal das Handwerk, die nur unterwegs sind, die Leute zu melken? Und das auch noch im Namen von Prävention und Gesundheitsfürsorge.

Mich widert das an.

Elternzeit

Ab jetzt also Elternzeit, ein halbes Jahr.

Porree in Curry-Sahne-Soße

Ein einfaches Gemüse-Rezept, das sich gut mit Fisch kombinieren lässt. Im Rezeptbuch (Für jeden Tag – 365 Rezepte, aus dem Hause Essen&Trinken) steht diese Poree-Variante unter “Fisch in Couscous-Kruste”. Im Titel ist nicht erkennbar, dass es vor allem um den Porree geht.

Zutaten: 2 Stangen Porree, 2 Knoblauchzehen, 2 EL Mango-Chutney, 4 EL Öl, 2 EL Currypulver (mild), 100 ml Schlagsahne, 100 ml Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, 2 EL Limettensaft, 50 gr Mehl, 500 gr Fisch

Porree um die äußeren Hülle und das abstehende Oberteil stutzen. Das Hellgrüne und das Weiße in Ringe schneiden, waschen, dann gut abtropfen lassen. Den Knoblauch schälen und durch eine Presse drücken.

2 EL Öl in einem Topf erhitzen. Porree und Knoblauch darin dünsten. All das mit dem Currypulver versetzen. Schlagsahne und Gemüsebrühe dazugeben. Diesen Sud bei mittlerer Hitze, halbzugedeckt 7, 8 Minuten köcheln lassen. Salz, Pfeffer, Limettensaft und Mango Chutney untermischen.

Den Fisch (wahlweise bspw. Pangasius- oder Seelachs-Filet) leicht salzen und im Couscous wenden. Die restlichen beiden Löffel Öl in der Pfanne erhitzen und den Fisch darin anbraten. 5 bis 7 Minuten, abhängig davon, wie dick das Filetstück ist.

Kartoffel-Gemüse-Salat süss-sauer

Passt perfekt zum Grillabend im Garten. Lässt sich lange genug vorbereiten. Dann bei Verzehr bestens durchgezogen. Hier das Rezept für 6-8 Personen. Die Zutaten sind sicher variabel und anders kombinierbar.

400 gr Möhren, 700 gr festkochende Kartoffeln, 400 gr Zucchini, 1 kleiner Staudensellerie, 800 gr Fleischtomaten, 60 gr Butter, 200 ml Gemüsebrühe, 0,5 perfekt reife Ananas (ca. 350 gr)

Für die Salatsoße: 3,5 EL Mango-Chutney, 3,5 EL milder Essig (Apfel, Kräuter), 2 TL (gestrichen) Cumin, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 2 TL Currypulver (mild, gestrichen), 1 TL (gestrichen) Zucker

1. Kartoffeln und Möhren schälen und in Würfel schneiden.

2. Zucchini würfeln. Staudensellerie putzen, dabei die (harten) Außenfäden abziehen, dann auch würfeln. Tomaten stückeln (achteln?)

3. Butter in großem Topf zerlassen. Möhren und Kartoffeln andünsten. Brühe zugeben, zum Kochen bringen, dann weitere zehn Minuten dünsten. Zucchini und Staudensellerie untermischen. Aufkochen und weitere fünf Minuten bissfest garen. Das Gemüse alsdann über einem Sieb abtropfen lassen. Den Sud auffangen.

4.Ananas in Scheiben schneiden. Die Scheiben zwölfteln, bei herausgeschnittenem Mittelstück.

5. Alle Salatzutaten nach und nach in eine Schüssel geben, die kalten und die warmen.

6. Die Salatsoße zubereiten: Mango-Chutney, 5 EL Gemüsesud, Cumin, Salz, Pfeffer, Curry, Zucker.

7. Salat und Soße zueinander bringen. Nach der Salatreifung (mindestens 2 Stunden) unbedingt abschmecken und eventuell feinabstimmen.

Nachempfunden: Dr. Oetker: Die besten Nudelsalate und Kartoffelsalate (S. 168)

PS.: Der Clou ist, den Salat bei der Resteverwertung am nächsten Tag in die Pfanne zu werfen und anzubraten. Lecker!

Ein paar Worte in eigener Sache

Eine Bemerkung zur Küchen-Rubrik auf diesen Seiten: Nicht alles, was ich koche und backe, stelle ich als Rezept ins Weblog. Aber alles, was hier steht, habe ich garantiert selber gekocht oder gebacken. Und gegessen! Die Quellen der Rezepte sind immer vermerkt.

Zu den Gedichten und Liedtexten, die hier ab und an erscheinen: Alles Handarbeit, alles Original, alles garantiert selbst erzeugte Ware.

Bei den meinungsfreudigen Beiträgen in bspw. den Rubriken Gesundheit oder Bürgerrechte ergibt sich die Echtheit, die Authentizität aus der Leidenschaft des vorgetragenen Arguments.

Heißt: Dieses Weblog soll nicht einfach nur wiederverwerten und andere Inhalteanbieter ausbeuten. Hier gibt’s eigene Inhalte. Ich will bereichern, statt nur zu vervielfältigen.

Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern Zeit und viel Vergnügen, wenn sie hier blättern.

Erdbeer-Quark- Sahne-Torte

Eine Frühlingstorte, kühlend, erfrischend. Das Rezept ist aus meiner Schwiegerfamilie überliefert.

Zutaten, für den Boden: 125 gr Butter, 2 Eier, 125 gr Zucker, 125 gr Mehl, 0,5 Päckchen Backpulver.

Für die Quark-Frucht-Masse: 3 Eigelb, 150 gr Zucker, 2 Päckchen Vanillinzucker, 500 gr Magerquark, 1 Becher Sahne, 8 Blätter Gelatine, 500 gr Erdbeeren.

Zunächst den Boden vorbereiten. Butter, Ei und Zucker schaumig rühren. Backpulver und Mehl mischen und hinzugeben. Den Teig ca. 45 Minuten bei 180 Grad im Umluftverfahren backen. Erkalten lassen.

Für den Belag zunächst die Sahne schlagen und kühl stellen. Die Erdbeeren bearbeiten, vierteln. Dann das Eigelb, den Zucker und den Vanillinzucker verrühren. Anschließend den Quark untermischen. Die 8 Blätter Gelatine etwa fünf Minuten in kaltem Wasser einweichen. Danach in einem anderen Gefäß mit etwas heißem Wasser übergießen. Das löst sie vollständig auf. Die Gelatine in die Quarkmasse geben, verrühren. Es folgen die Erdbeeren. Am Ende mit einem Löffel die geschlagene Sahne unterheben.

Den erkalteten Teig mit einem Tortenring ummanteln. Die Erdbeer-Quark-Sahne-Masse auf dem Teig verteilen. All das in den Kühlschrank stellen, mindesten vier Stunden.

Etwas höherer Aufwand, doch die Belohnung ist nach ausreichender Kühlung sicher! Die Erdbeeren können gewiss gegen ein anderes Obst, bspw. Pfirsiche oder Mandarinen ausgetauscht werden.

Muffins mit Apfelstücken

Das ideale Gebäck, wenn wenig Zeit ist und bspw. ein Kind zum Geburtstag erfreut werden soll. Nach einem Rezept aus dem Buch “LowFat 30 Backen” (ISBN 3-8094-1512-X, Bassermann-Verlag)

Voraussetzung: Eine Muffin-Form, am besten zwei, eine für 12, die andere für sechs der Küchlein.

Zutaten für 12-18 Muffins, je nach selbst gewählter Größe: Papierförmchen, 3 Äpfel, 100 gr Butter, 150 gr Magerquark, 70 gr Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Ei, 250 gr Mehl, 2 TL Backpulver, 0,5 TL Natron.

Zunächst Butter, Quark, Ei, Zucker und Vanillezucker verrühren. Dann Backpulver und Natron unter das Mehl mischen, der bisher angerührten Masse hinzugeben und nochmals den Mixer einsetzen. Die Äpfel schälen und Würfeln. Unter den Teig heben. Ein Schuss Mineralwasser lockert den Teig. Die Masse auf die Muffinförmchen verteilen.

Das Ganze im Ofen (ohne Vorzuheizen) rund 30 Minuten bei 200 Grad Umluft backen lassen.

Zubereitet in 15 Minuten. Locker, leicht und luftig. Funktioniert auch mit Heidelbeeren, Birnen oder geraspelten Möhren.

Aprikosen-Pudding- Kuchen

Der nächste Backvorschlag aus dem Obstkuchenbuch des Herrn Oetker – wie immer nicht ganz buchstabengetreu (Quelle: Dr. Oetker Obstkuchen, ISBN 978-3-7670-0833-5). Der vorherige war die Rhabarber-Vanille-Tarte.

Diesem Kuchen liegt ein Quark-Öl-Teig zugrunde, butter- und eierfrei also. In den Teig gehören: 300 gr Weizenmehl, 100 ml Milch, 100 ml Rapsöl, 150 gr Quark, 75 gr Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Prise Salz, 1,5 Tl Backpulver.

Für den Belag sind folgende Materialien vorgesehen: 1 Dose Aprikosenhälften (Einwaage: 480 gr), 1 Päckchen Vanille-Pudding, 1 Päckchen Vanillezucker, 0,5 l Milch, 2 EL Zucker.

Und so geht’s: Zunächst den Vanille-Pudding kochen und abkühlen lassen. Zwischendurch immer mal rühren. Währenddessen den Teig erzeugen. Mehl und Backpulver vermischen. Öl, Milch, Quark, Zucker, Vanille und Salz zugeben. Alle Zutaten mit den Knethaken des Mixers verrühren. Ist daraus ein Teig geworden, etwa ein Drittel davon abzweigen. Den größeren Teil in einer Spring-Backform (Backpapier drunter!) ausbreiten. Alles in Handarbeit, am besten mit etwas Mehl an den Händen, gleichmäßig über die Form verteilen. Den Teig am Springformrand etwa einen Finger hoch überstehen lassen.

Den Pudding auf dem Teig verteilen. Danach abgetropfte, klein geschnittene Aprikosenstücke in den Pudding hinein versenken.

Zum Schluß kommt das anfänglich abgezweigte Drittel Teig zum Einsatz: In etwa auf Größe der Springform ausrollen und in zwei Zentimeter breite Streifen schneiden. Diese als Gitternetz über die Aprikosenschicht legen.

Schmecken lassen!